Bei der veganen Ernährung verzichtet man auf alle tierischen Nahrungsmittel (Fleisch, Milch, Eier und auch Honig).
Viele Leute glauben, dass diese Ernährungsweise Mangelerscheinungen zur Folge haben muss. Dies konnte jedoch noch nie bewiesen werden, sowenig wie man beweisen kann, dass Fleisch gesund ist. Im Gegenteil, Fleisch und auch Milch enthält Fett mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, was auf die Dauer zu gesundheitlichen Problemen führt. Ausserdem ist es eher unnatürlich, die Milch einer anderen Spezies zu trinken (der Mensch ist nämlich das einzige Lebewesen, das sowas tut!). Und beim Honig ist es für die Bienen auch keine Freude, wenn ihre Vorräte weggenommen werden!
Dass man durch vegane Ernährung zu wenig Proteine (Eiweisse) isst, stimmt nicht unbedingt, da bei uns viele eiweissreiche Nahrungsmittel erhältlich sind. Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) enthalten viel Eiweiss. Tofu wird aus Soyabohnen hergestellt und hat einen besonders hohen Gehalt an Proteinen und ist leicht verdaulich. Es ist geschmacksneutral und kann anstelle von Fleisch oder Käse zubereitet werden. Da es leicht einen Geschmack annimmt kann es auch mit Beeren oder Früchten als Dessert gegessen werden.
Bei veganer Ernährung kann es in seltenen Fällen zu Vitamin-B12-(cobalamin)-Mangel kommen. Tatsache ist, dass Fleisch viel Vitamin B12 enthält und vegane Nahrungsmittel eher wenig. So kann es vorkommen, dass Säuglinge von veganen Frauen unter Vitamin-B12-Mangel leiden, wenn sie sich nur von Muttermilch ernähren. Eine schwangere Frau, die sich vegan ernährt, sollte also die Ärztin/ den Arzt über diese Tatsache informieren. In Japan hat man jedoch festgestellt, dass Jugendliche, die sich rein vegan ernähren (mit viel braunem Reis), absolut keine Mangelerscheinungen haben (auch keinen Vitamin-B12-Mangel). Japaner essen jedoch auch Nori, eine Algenart (Purpurtang), die viel Vitamin B12 enthält. Nori kennt man auch bei uns als die grünen Algenblätter, womit Sushi eingewickelt sind, sie sind also auch bei uns erhältlich.
Eigentlich hat eine vegane Ernährung genügend Vitamin B12, um den Bedarf zu decken (etwa ein Mikrogramm pro Tag). Unser Körper kann auch Vitamin B12 für mehrere Jahre speichern. Bei gewissen Krankheiten kann es jedoch dazu kommen, dass das Vitamin B12 ungenügend aufgenommen wird vom Körper. Dies ist auch möglich bei Leuten, die Fleisch essen, allerdings nicht so schnell.
Auf der andern Seite ist bei einer Untersuchung, die 1998 an 84 Veganern durchgeführt wurde, eine eindeutig bessere Gesundheit bei den Veganern festgestellt worden als bei den Fleischessern. Besonders das Serum Lipid Spektrum (Cholesterol, LPLD, LPNP Cholesterol und Artherogenischer Koeffizient) waren deutlich besser bei den Veganern. Vor allem hatten Veganer kein Übergewicht mit all dessen Problemen. Sie hatten jedoch normale Mengen an Vitamin B12 und Eisen im Serum.
Mehr Informationen gibt es auf www.veganissimo.de
Es sollte jeder selber entscheiden, ob er Veganer sein will. Es gibt aber viele Gründe, die dafür sprechen, mindestens kein Fleisch mehr zu essen!
Wer Angst vor Rinderwahnsinn hat, kann sich entweder auf die Regierung verlassen (davor rate ich ab, da die sich wohl nie einigen werden) oder er ernährt sich nicht mehr von Produkten, die von Rindern stammen. Dazu gehört auch Gelatine (ist vor allem in gummiartigen Süssigkeiten).
von Göxel